Biochar-Experiment mit Chlorella Vulgaris

Im Auftrag amerikanischer Forscher führte GREENPOWER eine Reihe von Pyrolyse-Experimenten mit getrocknetem Chlorella vulgaris-Pulver im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung durch. Als Ausgangsmaterial dienten 15 kg getrocknetes Mikroalgenpulver, verpackt in Aluminiumbeuteln und Kartontonnen.

Warum Chlorella Vulgaris?

Chlorella vulgaris ist eine einzellige Mikroalge mit hoher Biomasseproduktivität und niedrigen Anbaukosten. Sie konkurriert nicht mit landwirtschaftlichen Flächen, kann Wasser reinigen, CO₂ aufnehmen und eignet sich zur Herstellung verschiedener Produkte, darunter Biokraftstoffe und Pflanzenkohle (Biochar).

Methode und Analyseergebnisse

  • Ausgangsmaterial: 15 kg getrocknete Chlorella vulgaris
  • Verpackung: Aluminium + Karton
  • Pyrolyse: Durchgeführt mit GREENPOWER-Laboranlagen unter den im F&E-Vertrag festgelegten Bedingungen.

Das Qualitätszertifikat des Chlorella-Pulvers enthielt folgende Angaben:

ParameterWert
Protein≥ 50 % (tatsächlich 56,3 %)
Chlorophyll≥ 1 % (tatsächlich 1,5 %)
Feuchtigkeit≤ 7 % (tatsächlich 3,9 %)
Asche≤ 8 % (tatsächlich 4,7 %)
Blei (Pb)≤ 1 ppm (0,10 ppm)
Arsen (As)≤ 1 ppm (0,17 ppm)
Cadmium (Cd)0,02 ppm
Quecksilber (Hg)0,01 ppm
Gesamtkeimzahl≤ 100 000 KBE/g (10 000)
Koliforme BakterienNicht nachgewiesen
Hefen / Schimmelpilze≤ 1 000 (weniger als 90)

Warum ist das für GREENPOWER wichtig?

  1. Verbesserte Energieeffizienz: Der gewonnene Biochar kann als Wärmequelle oder als Rohstoff zur Biogasproduktion verwendet werden.
  2. Umweltfreundlichkeit: Chlorella nimmt CO₂ auf und reinigt Wasser, was die Umweltbelastung reduziert.
  3. Vielseitige Anwendungen: Biochar kann in der Landwirtschaft, in der erneuerbaren Energie und in der Wasseraufbereitung eingesetzt werden.

Ausblick von GREENPOWER

In unseren Labor- und Pilotanlagen planen wir:

  • Das Biochar-Experiment mit Chlorella vulgaris zu wiederholen, mit Fokus auf die Optimierung der Kohlenstoffausbeute.
  • Den Einsatz von Biochar in der Wasserreinigung als natürlicher Adsorber oder Bodenverbesserer zu untersuchen.
  • Biochar in Anwendungen der Kreislaufwirtschaft zu integrieren – vom Abfallmanagement bis zur nachhaltigen Landwirtschaft.